1.Juni 2018 Internationaler Kindertag

1. Juni 2018 Internationaler Kindertag

Mein ganz persönliches Manifest zu jedem Kindertag – als Pirat, als Mutter und Großmutter.

Im August 1925 trafen sich die Vertreter von 54 Staaten, um die Genfer Erklärung zum Schutz der Kinder zu verabschieden.
Der Weltkindertag wird in mehr als 145 Ländern an unterschiedlichen Tagen gefeiert – als ein weltweites Signal für Kinderrechte.
Der Deutsche Kindertag wird am 20.09. 2018 gefeiert.
Die Gedanken zu diesen verschieden Tagen, an denen sich alles um Kindeswohl und Kinderrechte drehen soll, gehen an alle, die noch Kinder sind, an alle Eltern und Großeltern, an alle KindergärtnerInnen und LehrerInnen mit dem Wunsch:
Lasst uns in Frieden miteinander leben und alt werden.

An die Regierungen aller Länder:
Kinder – unsere so oft beschworene Zukunft, leben an jedem Tag. Sie sind die Unschuldigen, sie zetteln keine Kriege an – sie sind es, die von Splitterbomben zerrissen werden, wenn sie in den Trümmern ihres „Zuhause“ spielen. Sie hungern und dursten, weil wir an allen Tagen jedes einzelnen Jahres vergessen, dass wir eine große Verantwortung haben!
Ich zähle auf, was ihr lassen oder verbieten müsst und stelle dagegen, was ihr tun müsst und die ach so siegreiche Klasse der Reichen wird dazu in die Pflicht genommen – denn alle Kinder sind gleich!
Hört auf, Konzerne und Banken zu retten, sie haben ihre Krisen selbst verschuldet.
Rüstet ab statt auf! Jeder Euro, der in Rüstung gesteckt wird, tötet Kinder!
Hört auf, zu Lasten der Ärmsten euch mit schwarzen Nullen zu brüsten, was ihr da spart, fehlt den Kindern an Bildung.

Und hier die längere Liste der Dinge, die ihr tun müsst:
Fangt an, sozial zu denken und zu handeln – alle gleich zu behandeln ist nicht sozial oder gerecht. Erhöht den Spitzensteuersatz wieder auf den Stand von 1986, aber mit einer laufenden Anpassung.
Denkt ernsthaft über ein Bedingungsloses Grundeinkommen nach, gründet dafür eine Enquète-Kommission, erhöht vorher den HartzIV-Satz und bezahlt ein Kindergrundeinkommen.
Bildung muss kostenfrei sein.
Bildet mehr Lehrer aus, verkleinert die Klassen. Stellt mehr Schulsozialarbeiter ein.
Baut Schulen, in denen Kinder von Heute sich auch Morgen noch wohl fühlen können.
Fragt die Kinder und Jugendlichen!
Baut bessere Kindertagesstätten und pflanzt Bäume.
Hört auf, euch von Lobbyisten der Wirtschaft und deren Anwälten beraten zu lassen.
Werdet endlich Politiker, die sagen, was sie meinen – die tun, was sie versprechen und fangt an, jedes Kind so zu behandeln, wie es ihm zusteht: als
Das Beste und Wertvollste, was wir Menschen haben.

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„Soziale Gerechtigkeit wie bei Schulz?“

Martin Schulz hat die Gerechtigkeit zu seinem Wahlkampfthema gemacht. Lautstark verkündete er, dass die SPD verstanden habe und jetzt gemeinsam das Thema „Soziale Gerechtigkeit“ angepackt würde. Seine Vorschläge wie Arbeitslosengeld Q, also eine längere Zahlung von Arbeitslosengeld nach dem Verlust des Arbeitsplatzes, aber nur bei gleichzeitiger Teilnahme an einer Qualifizierung, bleibt aber weit hinter den Hoffnungen der Menschen zurück. Die tatsächlichen Probleme des Systems Hartz IV scheinen so weit von der Lebenswirklichkeit des Sozialdemokraten und Multimillionärs Schulz entfernt, dass er nicht einmal die Kritik an seiner Position versteht. Er geht sogar so weit, dass er Sanktionen und Zwangsversteigerungen, unter denen Millionen von Menschen täglich leiden, als „keine Schikane“ sieht. Um Martin Schulz davon zu überzeugen, dass diese Themen eben nicht, wie Kandidat Schulz meint, „ein bisschen überhöht“ sind, sondern ein tatsächliches Problem darstellen, hat Sabine Martiny, Bundestagskandidatin der Piratenpartei, diese Petition gestartet.
Soweit Martin Schulz – der sicher noch nie in einer Schlange im Job-Center gestanden hat, dem es noch nie so dreckig gegangen ist, dass er sich geschämt hat, irgendwo als Bittsteller auftreten zu müssen.
Die Würde des Menschen ist unantastbar – aber doch bitte nicht, wenn der Mensch allen zur Last fällt, Steuergelder verbraucht, statt Steuern zu zahlen, wenn er sogar vielleicht gar nicht arbeiten will.
Diese Denkweise sitzt tief in der Gesellschaft, schadet und lässt jede Solidargemeinschaft platzen. Zwischen 3 und 5 Prozent der Menschen werden immer abhängig von staatlicher Unterstützung sein, egal ob gewollt oder ungewollt. Menschen aber mit Sanktionen zu  drohen, damit sie reibungslos funktionieren, ist absolut unwürdig, verursacht Leid und setzt vor allem diejenigen herab, die drohen!
Als Lehrerin und Pädagogin wie auch als Mutter war mir immer klar, dass Bestrafung das wirkungsloseste aller Mittel ist, um etwas im Verhalten von Menschen zu ändern.
Strafen vermitteln in erster Linie schlechte Gefühle, sind also auch nicht motivierend. Bestrafung durch den Entzug finanzieller Mittel bei einem Existenzminimum ist menschenunwürdig.
Mir fällt dazu nur ein Wort ein: MIES!
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andren zu!“ Politiker mit ihrem ‚Sorglospaket‘ bis zum Tod haben ganz offensichtlich verlernt, sich in die Menschen hineinzuversetzen, von denen sie gewählt wurden und von deren Steuern sie finanziert werden!
Eine sozialdemokratische Haltung ist das mitnichten, aber einmal gemachte Fehler zu revidieren – dazu gehört Rückgrat, Anstand und Mut!
Eigenschaften, die die SPD schon lange der Macht zuliebe aufgegeben hat.
Die Petition findet ihr hier: