Meine Patientenverfügung

Frau Sofas Gedanken

Jede und jeder von uns sollte schon sehr früh eine Patientenverfügung formulieren.

Meine Verfügung wird in etwa so aussehen, für den Fall, dass ich dement und zahnlos bin, ich mich in einer Pflegeeinrichtung befinde, weil ich nicht das Glück hatte, einfach tot um zu fallen.

Ich mag keinen Milchreis, keine Milchsuppe und Haferschleim. Und ich hasse dieses chemisch angefertigte und irgendwie gelb aussehende Rührei  mit diesem ekelig grünen und faden Spinat. Ich liebe Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter, Möhren, Tomaten, Kohl (außer Blumenkohl und Brokkoli), Kartoffeln, Nudeln, Leberwurst, Lammfleisch, Rindfleisch, aber selten Huhn und bitte nie Pute. Außerdem hasse ich es, wenn man mir das Essen stehend anreicht und mir nicht zeigt, was ich da eigentlich esse.

Ich liebe Musik, aber bleibt mir mit deutschsprachigen Schlagern und Volksliedern weg! Ich möchte nicht am Tisch sitzen und andauernd „Kommt ein Vogel geflogen“ oder „Das Wandern ist des Müllers Lust“ usw. hören, schlimmstenfalls von…

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Wo der Weg uns hinführt… Quo vadis Piratenpartei?

2017 war das Jahr der Wahlen und für die Demokratie das Jahr der unangenehmen Wahrheiten. Ohne Beschönigung: auch für die Piraten! Ein harter Kern fleißiger und zuverlässiger Mitglieder hat Unterschriften gesammelt, weiter in Kommunalparlamenten gearbeitet und die Hoffnung wie eine Monstranz vor sich hergetragen. Nur der nötige Kurswechsel, wieder hin zum „Wir wollen die Politik verändern“, „Wir wollen das kranke System verändern“, ist nicht sichtbar geschehen.

Auch für die Piraten kann es kein **Weiter so** geben! Neuer Vorstand? Neues Tool? Neuer Name? Wir haben einen Kodex, der ignoriert wird – es steht zuviel drin, was eine größere Gruppe von Menschen nicht gemeinsam leisten kann.

https://wiki.piratenpartei.de/Kodex#Piraten_machen_die_Klappe_auf

Neue Regeln? Strengere Regeln? Delegierte? BEO, LQFB? Alles schwirrt im Schwarm, und so manch einer ist bereit, alles auf den Prüfstand zu stellen, sogar den Namen, der soviel über uns aussagt. Leider passt das nicht in einen 2-tägigen BPT mit Neuwahlen und Anträgen.Es passt auch nicht in eine Wiederauflage von **Wir müssen reden**.

Was wir haben: ein gutes Programm, viele Ideen, vorausschauende fähige Fachleute auf vielen Gebieten.

Was wir nicht haben: die Fähigkeit, von ‚Personen‘ zu abstrahieren und ‚Menschen‘ zuzuhören, Wissen zu konzentrieren statt es zu zerstreuen, Selbstkritik, Sich selbst infrage stellen statt nur die anderen. Uns fehlt die Fähigkeit, aus vielen Puzzleteilen das Ganze zu sehen und es verständlich zu vermitteln. Bildung, Digitalisierung, BGE sind Begriffe, die für sich allein gestellt zwar auch schon eine Bedeutung haben, aber nur in der Kombination für die Zukunft bedeutsam und wirkmächtig sind.

Wenn wir ein Bild von der Piratenpartei vermitteln wollen – ein Bild – ! dann stört es, wenn wir in der Öffentlichkeit dieses Bild nicht zeigen! Ein Haufen Individualisten, jeder von seiner Wichtigkeit und der Unverzichtbarkeit seiner Partikularinteressen überzeugt, ist ein geiles Bild von Jackson Pollock, die meisten Menschen verstehen aber diese abstrakten Bilder nicht und sie kaufen sie auch nicht. Schon ein paar der Streit – Dauerbrenner wie Feminismus oder Antifa…schismus zeigen die immer wieder gemachten Fehler!

Was wollen wir? FREIHEIT

Und Toleranz, und jeder darf nach seiner Facon selig werden, und sogar in 2 Parteien gleichzeitig sein……..

Dann sollten wir großzügiger sein, statt postwendend jede/n anzuprangern. Bei der Anwendung von Gewalt sind wir uns einig, die wollen wir nicht, aber die Fahne ‚Antifaschistische Piraten‘ löst bei einigen laute öffentliche Würgreflexe aus.

Wie hilfreich. Nicht!

Das hilfreiche: erst vor der eigenen Tür kehren! ist da schnell vergessen. Wenn nicht jeder einzelne Pirat unser Grundsatzprogramm kennt, wenn über alles solange diskutiert wird, bis es zerredet ist, wenn die Vernetzung aller mit allen nicht funktioniert, weil wir zu viele Tools haben, wenn die Bremser stärker sind als die Kreativen, werden wir nichts bewegen können. Das Auswechseln von Personen hilft nur in den seltensten Fällen, vor allem, wenn den Neuen zugemutet wird, mit Misstrauen und wenig Unterstützung zu arbeiten.

Im Team arbeiten heißt eben: Ich bin Teil von einem Ganzen, und das Ganze funktioniert nur, wenn alle Teile miteinander reden und sich einigen können. Alleingänge haben nichts zu tun mit dem so oft falsch verstandenen piratigen Mandat.

Ich kann keine einfache Lösung bieten, aber angesichts der Tatsache, dass wir noch 5000 zahlende Mitglieder haben, die ich ungern auch noch vergraulen möchte:

Ein verwaltender Vorstand kann nicht gleichzeitig ein politisch aktiver und leitender Vorstand sein, bei 9 Mitgliedern ist das auch nicht sinnvoll, aber klug gewählt kann man einen politischen Bundesvorsitzenden haben, mit einem Team aus Themenbeauftragten, einen Stellvertreter und dann das übrige wichtige Team für die verwaltenden Aufgaben. Dazu bei allen LaVors die Fähigkeit, 16 mal gemeinsame Linie mit dem BuVors. abzusprechen und sich daran zu halten. Die Selbstdisziplin sollte schon gelernt werden, denn Beschlüsse, an die sich keiner hält, zerstören jedes gemeinsame Bild. And eutungsweise dem Menschenbild zu entsprechen, für das wir unsere politischen Ziele formuliert haben, ist wohl das mindeste!

Wir wollen Politik verändern! dafür müssen wir selbst uns ändern und können trotzdem Politiker sein – die neue Art!

(Wir hätten trotzdem gern ein funktionierendes LQFB und den Mut, es zu nutzen, zu probieren, Versuch macht kluch)

Weltlehrertag am 05.Oktober 2017

Weltlehrertag 2017 
 
Seit 1994 feiern wir jährlich am 5. Oktober den Weltlehrertag. Ein Gastbeitrag von Sabine Martiny
1964 wurde die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“ von der UNESCO und der Internationalen Arbeitsorganisation angenommen. Viel wurde und wird zum Status der an Schulen Lehrenden gesagt – was ich als Seiteneinsteigerin und begeisterte Kunstlehrerin dazu sagen möchte: Wir sind zu wenige. Für die Anforderungen an Lehrer und Schule Heute und in Zukunft gibt es viel zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Wir wollen – wo es möglich ist – Inklusion, wir wollen Ethik und Moral vermitteln, wir müssen mit fähigem Personal die wichtigsten Kenntnisse zur Digitalisierung vermitteln. Wir sollten – weil es nicht in allen Elternhäusern getan wird – Kindern und Jugendlichen auch das so nötige Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein vermitteln. 
Auch Chancengleichheit muss von einer Worthülse – bei Parteien besonders beliebt – zu echten gleichen Chancen für das Leben und Lernen gewandelt werden. Es reicht nicht, Wissen in Köpfe zu stopfen, wenn die Fähigkeit fehlt, dieses Wissen zu sortieren, zu überprüfen und zu nutzen. Auch die Ausbildung zum Lehrer, Pädagogen und Wissensvermittler muss sich ändern, in weiten Teilen fehlt der Bezug zur Praxis. Am Weltlehrertag 2017 ist es allerhöchste Zeit, über einen der wichtigsten Berufe nachzudenken, um ihn zu erleichtern, zu verbessern und für Lernende wie Lehrende zu einer spannenden und gar nicht langweiligen Aufgabe zu machen. 
Beispiele, wie das möglich sein kann, haben wir, über Deutschland verteilt, genug. Ich führe die Schulen an, die ich persönlich kennengelernt habe und deren Konzept, wie auch ihr Erfolg, mich überzeugt haben. Möglich sind solche Schulen wie die Winterhuder Schule in Hamburg oder die Laborschule Bielefeld. Möglich, weil engagierte SchulleiterInnen und ebenso engagierte Lehrende dabei sind – und nicht zuletzt mehr Geld. An beiden Schulen werden bis zur Oberstufe keine Noten geschrieben, es gibt keinen starren Klassenverband. Lehrer und Schüler besprechen gemeinsam,  wann was wie und wo gelernt wird.
Die Maßstäbe der Winterhuder Schule
  • „Abscheu vor und Abwehr von Unmenschlichkeit“
  • „Wahrnehmung von Glück“
  • „Fähigkeit und Willen zur Verständigung“
  • „Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen Existenz“
  • „Wachheit für letzte Fragen“
  • „Bereitschaft zu Selbstverantwortung und Verantwortung in der Gesellschaft“
Unsere Schule soll ein Ort des Miteinanders sein, an dem die Vielfalt der Begabungen geschätzt und der Individualität mit Respekt und Achtung begegnet wird. Wir wollen eine Schule für alle Kinder und Jugendlichen sein. Die Schule hält die Mitarbeit der Eltern für  wesentlich. An diesem Leitbild wollen sich die an dieser Schule Beschäftigten in ihrer Arbeit orientieren und auch messen lassen. Zugleich geschieht dies eingedenk der Tatsache, dass Erfolg wie Misserfolg der pädagogischen Arbeit zu einem großen Teil von den  gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den Vorgaben der Bildungspolitik abhängen.
Mit Unterschieden leben: Laborschule Bielefeld
 Die Schule will die Unterschiede zwischen den Kindern bewusst bejahen und als Bereicherung verstehen. Daraus ergibt sich eine weitgehende Individualisierung des Unterrichts, die Rücksicht auf das unterschiedliche Lerntempo der Kinder und ihre individuell verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten nimmt.  LaborschülerInnen leben und lernen gemeinsam in leistungs-, teilweise auch altersheterogenen Gruppen. Die Schule will niemanden aussondern, es gibt auch kein „Sitzenbleiben“ und keine äußere Leistungsdifferenzierung, an deren Stelle die Differenzierung der  Angebote tritt.
Was tun?
Mehr Geld in das Bildungswesen zu stecken, kann jeder Lehrer als unbedingt nötig bestätigen. Mehr Geld vom Bund, weil Kommunen und Länder überfordert sind. Viele der Lehrer, die ich kennengelernt habe, plädieren für eine Aufhebung des föderalen Systems in der Bildung, das käme bei jedem Umzug Eltern, Lehrern und vor allem den Schülern entgegen. Noch ein Gedanke zur Bezahlung: Warum sollten Beamte finanziell besser gestellt werden als Angestellte? Ich wünsche uns für die Zukunft, dass wir nicht – mal wieder – einen einzelnen Tag feiern, sondern dass wir ihn nutzen, Veränderungen anzustoßen. Am 5. Oktober 2018, in einem Jahr, sprechen wir uns wieder.  Und auch darum bin ich Pirat und habe am Bildungsprogramm der Piratenpartei Deutschland mitgeschrieben:
Aus dem Bildungsprogramm der Piratenpartei: 
6.1 Präambel
Unsere Vision eines Bildungssystems baut auf einem positiven  Menschenbild auf. Jeder Mensch hat das Recht auf freien Zugang zu  Information und Bildung. Dies ist in einer freiheitlich-demokratischen  Gesellschaft notwendig, um allen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft  ein größtmögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen.  Bildung ist unser wichtigstes Gut für den Erhalt, die Weitergabe und die  Vermehrung von Wissen, Fortschritt und gesellschaftlichem Wohlstand.  Das Bildungssystem darf nicht auf den Arbeitsmarkt und die ökonomische  Verwertbarkeit von Bildung ausgerichtet sein. Unsere Gesellschaft  braucht Menschen, die kompetent und kritisch ihr Leben und ihre Aufgaben  meistern und sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind. – 
– Wir setzen uns für eine Aufhebung des Kooperationsverbotes ein – 
– Um die Durchlässigkeit bei einem Wohnortwechsel, Ausbildungs- und  Studienmöglichkeiten und berufliche Chancen zu erhöhen, sollen  Bildungsziele und Bildungsabschlüsse bundesweit einheitlich gestaltet  und grundsätzlich gleichwertig sein.